{"id":675,"date":"2022-09-28T16:46:37","date_gmt":"2022-09-28T14:46:37","guid":{"rendered":"http:\/\/liturgikblog.unibe.ch\/?p=675"},"modified":"2024-03-15T09:49:48","modified_gmt":"2024-03-15T08:49:48","slug":"the-queens-funeral","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/liturgikblog.unibe.ch\/index.php\/2022\/09\/28\/the-queens-funeral\/","title":{"rendered":"The Queens Funeral"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: left;\"><strong><mark class=\"has-inline-color has-black-color\" style=\"background-color: rgba(0, 0, 0, 0);\">Liturgie als stimmiges und telegenes Passageritual<\/mark><\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\" style=\"text-align: left;\"><strong><mark class=\"has-inline-color has-black-color\" style=\"background-color: rgba(0, 0, 0, 0);\">Das l\u00e4ngst totgesagte Ritual christlicher Liturgie erweist sich f\u00fcr einmal als quicklebendig und medienwirksam: Die Abdankungsfeier f\u00fcr die verstorbene Queen Elisabeth II wurde mit bis ins Einzelne durchkomponierten Gottesdiensten und Prozessionen begangen. In scharfem Kontrast zum aktuellen Hype der Authentizit\u00e4t und Spontaneit\u00e4t in den Sozialen Medien und dar\u00fcber hinaus steht ein strenges Ritual, in dem ganz andere Kriterien der Gestaltung relevant zu sein scheinen. Wie ist das zu deuten? \u2013 Ein Versuch.<\/mark><\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:clamp(14px, 0.875rem + ((1vw - 3.2px) * 0.341), 17px);\"><mark class=\"has-inline-color has-black-color\" style=\"background-color: rgba(0, 0, 0, 0);\">David Pl\u00fcss<\/mark><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-justify has-black-color has-text-color wp-block-paragraph\">Die ganze Welt war dabei oder hat zugeschaut: bei der Abdankung der Queen in der Westminster Abbey, bei der langen Prozession des Sarges durch die Strassen Londons und bei der Bestattung in der St. George&#8217;s Chapel. Tausende waren in der Abbey versammelt und noch viel mehr standen oder sassen vor der Kirche, um von ihrer K\u00f6nigin Abschied zu nehmen. Millionen von Menschen haben \u2013 von der BBC \u00fcbertragen \u2013 zugeschaut: wie der Sarg der Verstorbenen feierlich in die Kirche getragen und aufgebahrt wurde, begleitet von Chorgesang; wie geistliche W\u00fcrdentr\u00e4ger in prunkvollen Gew\u00e4ndern liturgische Gebete sprachen; wie Liz Truss, die frisch gew\u00e4hlte Premierministerin, eine Perikope aus dem Johannesevangelium im altert\u00fcmlichen Englisch der King James Bibel auf der Kanzel rezitierte; wie die in der berstend vollen Kirche versammelte Gemeinde in scheinbar allen bekannte Chor\u00e4le einstimmte; und wie Justin Welby, der Erzbischof von Canterbury, seine knappe, w\u00fcrdigende und hoffnungsfrohe Predigt hielt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><mark class=\"has-inline-color has-black-color\" style=\"background-color: rgba(0, 0, 0, 0);\">Was mich als reformierter Schweizer besonders beeindruckte: Jeder Schritt und jede Bewegung \u2018sassen\u2019. Sie waren offenkundig vorgegeben, koordiniert, einge\u00fcbt und in ihrer stilisierten Performanz der Feier angemessen. Alle Liturgien und Prozessionen waren seit vielen Jahren &#171;planned to the minute&#187; mit &#171;arcane and highly specific&#187; Details (<em>The Guardian<\/em>).<a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> Jedes Wort stand fest, wurde mit Emphase gesprochen, wobei der Sound nie ins Pastorale und Pathetische kippte. Und zwischen den wohldosierten Worten, herzanr\u00fchrenden Ges\u00e4ngen und wuchtigen Orgel- und Fanfarenkl\u00e4ngen \u2013 immer wieder Stille. Stille, in der kaum etwas zu h\u00f6ren war. Die vielen hundert Menschen in der Kirche schwiegen, hielten Andacht. So auch die Menschen vor der Kirche. Das Tosen der Stadt schien f\u00fcr einen langen Moment unterbrochen. Die Stille liess der kollektiven Trauer Raum und dem Andenken Zeit.<\/mark><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><mark class=\"has-inline-color has-black-color\" style=\"background-color: rgba(0, 0, 0, 0);\">Noch frappierender waren f\u00fcr mich die grosse Ernsthaftigkeit und Betroffenheit der Menschen, welche die Kamera einfing: die liturgischen Akteure, die k\u00f6nigliche Familie, die Politiker:innen und die vielen, vielen G\u00e4ste im Kirchenraum, die Menschen vor der Kirche, in Edinburgh oder Oxford, am Boden sitzend und der Feier \u00fcber grosse Screens und Lautsprecher folgend. Kein Feixen, kein jugendlicher Schabernack, kein Anzeichen ironischer Distanz. Obwohl die Menschen des United Kingdoms doch Meister:innen sind der Ironie und des schwarzen Humors, der nichts ausl\u00e4sst.<\/mark><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><mark class=\"has-inline-color has-black-color\" style=\"background-color: rgba(0, 0, 0, 0);\">Als Homiletiker fokussierte ich auf die Predigt. Diese war, wie erw\u00e4hnt, kurz und b\u00fcndig. Sie war keineswegs die Mitte der Feier, sondern ein Teil neben anderen und jedenfalls nicht der eindr\u00fccklichste. Eher ein Unterbruch des strikten Rituals durch eine religi\u00f6se Rede. Und sie war keine Textauslegung, wie hierzulande \u00fcblich, sondern eine knappe Kasualpredigt. Bibeltexte wurden vielf\u00e4ltig \u2018ausgelegt\u2019 und in die Situation der Abdankungsfeier \u2018\u00fcbersetzt\u2019, aber nicht in der Predigt. Daf\u00fcr umso mehr durch die Performanz der Lesungen. Besonders eindr\u00fccklich in der Lesung von Patricia Scotland, Baroness Scotland of Asthal, der Vorsitzenden des Commonwealth of the Nations. Sie las langsam, betont, eindringlich, aber frei von Pathos und pastoralem Sound. Sie las den Text aus 1. Korinther 15, den ich durch diese Lesung neu und anders h\u00f6rte. Weitere \u2018Auslegungen\u2019 erfolgten musikalisch: Psalm 42, Verse 1\u20137, gesungen durch den Chor, komponiert eigens f\u00fcr diese Feier von Judith Weir. Weiter gab der Chor Psalm 34 und R\u00f6mer 8 Klang- und Interpretationsr\u00e4ume. Und die riesige Trauergemeinde interpretierte singend Psalm 23.<\/mark><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><mark class=\"has-inline-color has-black-color\" style=\"background-color: rgba(0, 0, 0, 0);\">Aus der knappen Schilderung d\u00fcrfte deutlich geworden sein: Die Sch\u00f6nheit, Kraft und mediale Resonanz dieser Feier erstaunt und begeistert den reformierten Republikaner. Ist es das \u00abHeimweh nach den sch\u00f6nen Gottesdiensten Roms\u00bb, das mich angesichts dieser Feier infiziert hat und \u00fcber das Karl Barth bereits vor hundert Jahren frotzelte? Vielleicht. Aber es ist noch etwas anderes.<\/mark><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><mark class=\"has-inline-color has-black-color\" style=\"background-color: rgba(0, 0, 0, 0);\">Nach Victor Turner sind echte Rituale pass\u00e9. Aufkl\u00e4rung, Industrialisierung und die S\u00e4kularisierung h\u00e4tten ihnen den Garaus gemacht. Rituale liessen sich nur noch fernab in archaischen Gesellschaften oder an historischen Beispielen aus dem Mittelalter oder der Antike er\u00f6rtern. Aber hier und heute sind, so Turner, nur noch ritual\u00e4hnliche Handlungen zu beobachten. Diese findet er in der Hippie-Bewegung, im Karneval oder im Theater. \u00abVom Ritual zum Theater\u00bb lautet denn auch der Titel eines seiner Hauptwerke.<a id=\"_ftnref1\" class=\"ek-link\" href=\"#_ftn1\">[2]<\/a> Die Schwellenphase des Rituals, in der die Gesellschaftsstrukturen ausser Kraft gesetzt sind, haben ihre egalisierende und transformierende Kraft l\u00e4ngst verloren, sei nicht mehr <em>liminal<\/em>, sondern bloss noch <em>liminoid<\/em>, schwellen\u00e4hnlich.<\/mark><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><mark class=\"has-inline-color has-black-color\" style=\"background-color: rgba(0, 0, 0, 0);\">\u00c4hnliches gilt f\u00fcr die Resonanz des Gottesdienstes. Er sei ein Auslaufmodell, ist landauf, landab zu h\u00f6ren und in fast jedem Feuilleton zu lesen. Ein Patient im k\u00fcnstlichen Koma, am Leben erhalten durch aufw\u00e4ndige Ger\u00e4tschaften. Leere Kirchen, kleine und \u00fcberalterte Gottesdienstgemeinden. Einsame Pfarrer auf ihren Kanzeln. Ein sinkendes Schiff. Und viel zu teuer.<\/mark><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><mark class=\"has-inline-color has-black-color\" style=\"background-color: rgba(0, 0, 0, 0);\">Stimmt die Analyse? \u2013 Ja und nein. Ja, das Schwellenritual, das Turner beschreibt, stammt aus einer anderen Welt. Und ja, der Gottesdienst leidet vielerorts unter Auszehrung. Aber wie gehen die Abges\u00e4nge auf das Ritual und auf den Gottesdienst zusammen mit der beschriebenen Abdankungsfeier f\u00fcr die Queen? An der liturgischen oder rituellen Qualit\u00e4t dieser Feierlichkeiten wird kaum jemand zweifeln. Es war alles in allem ein waschechter <em>rite de passage, <\/em>eine Abdankungsfeier in der sorgf\u00e4ltig gepflegten liturgischen Tradition der Church of England mit allem Drum und Dran.<\/mark><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><mark class=\"has-inline-color has-black-color\" style=\"background-color: rgba(0, 0, 0, 0);\">Aus ritualtheoretischer und liturgiewissenschaftlicher Sicht erkl\u00e4re ich mir die Sache so:<\/mark><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><mark class=\"has-inline-color has-black-color\" style=\"background-color: rgba(0, 0, 0, 0);\">1. Turner lag falsch mit seiner These. Durchkomponierte religi\u00f6se Rituale sind in der (sp\u00e4t-) modernen Gegenwart keineswegs fehl am Platz und werden nicht ersetzt durch abgeschw\u00e4chte und s\u00e4kulare Surrogate. Damit soll keineswegs bestritten werden, dass es s\u00e4kulare Funktions\u00e4quivalente gibt, die grosse sozialisierende \u2013 inkludierende wie exkludierende \u2013 Kr\u00e4fte freisetzen: Fussballspiele, Open Air-Konzerte, die Basler Fastnacht. Aber das religi\u00f6se Ritual lebt. Traditionelle Gottesdienste k\u00f6nnen kraft ihrer traditionellen Formsprache, kraft ihres (oft vermeintlichen) Alters und ihrer klanglichen und \u00e4sthetischen Performanz eine verbl\u00fcffende \u2013 auch mediale \u2013 Resonanz entfalten.<\/mark><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><mark class=\"has-inline-color has-black-color\" style=\"background-color: rgba(0, 0, 0, 0);\">2. Ich gehe davon aus, dass in Zeiten wachsender Verunsicherung und Krisen traditionsgeleitete Rituale und Liturgien <em>per se<\/em>, also noch ohne deren symbolisch artikulierte Hoffnungsbilder, als stabilisierend und eine bew\u00e4hrte Ordnung verb\u00fcrgend wahrgenommen werden. Eine solche Wahrnehmung und Bewertung ist nicht zwingend mit einer konservativen oder gar reaktion\u00e4ren Weltsicht und Einstellung verbunden. Das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr gewachsene und kultivierte Ordnungen, Rhythmen und Strukturen findet sich vielf\u00e4ltig auch bei progressiv gesinnten Menschen.<\/mark><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><mark class=\"has-inline-color has-black-color\" style=\"background-color: rgba(0, 0, 0, 0);\">3. Die noch immer verwendete Liturgiesprache des <em>Book of Common Prayer<\/em> aus dem 17. und das altert\u00fcmliche Englisch der <em>King James Version<\/em> der Bibel aus dem 18. Jahrhundert sind nicht einfach dem Protokoll von Traditionalisten geschuldet, sondern g\u00e4ngige und erwartete Praxis im hochkirchlichen Zentrum der <em>Church of England<\/em>. Sie ist dar\u00fcber hinaus f\u00fcr \u00f6ffentliche Feiern offenbar breit akzeptiert und erstaunlich telegen. Vielleicht vermittelt die Altert\u00fcmlichkeit den verlesenen Bibeltexten ein Gewicht und einen Bedeutungsraum, der die konfuse und krisengebeutelte Gegenwart weit \u00fcbersteigt und Horizonte aufspannt, die hoffen lassen und tr\u00f6sten.<\/mark><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><mark class=\"has-inline-color has-black-color\" style=\"background-color: rgba(0, 0, 0, 0);\">4. Und ist es angesichts des Hypes der Authentizit\u00e4t in den Sozialen Medien und dar\u00fcber hinaus nicht entlastend, Menschen in liturgischen Rollen zu erleben \u2013 von den Sargtr\u00e4gern \u00fcber die Wachsoldaten, die Bibeltexte lesenden Politikerinnen bis hin zum liturgischen Zeremonienmeister \u2013, die sie ganz und gar zu ihren eigenen machen, sie mit Sorgfalt und Verantwortung ausf\u00fcllen, so, als hinge das Gelingen des Royal Funerals von ihrem Rollenspiel ab? Ich bin sicher, dass dem so ist.<\/mark><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><mark class=\"has-inline-color has-black-color\" style=\"background-color: rgba(0, 0, 0, 0);\">Und zum Schluss noch eine Vermutung: Auch wenn die Liturgie der Church of England sich in vielerlei Hinsicht unterscheidet von reformierten Predigtgottesdiensten Deutschschweizer Kirchen, k\u00f6nnte auch hier gelten, dass liturgische Sorgfalt im zuweilen ausged\u00fcnnten Sonntagsgottesdienst alle Beteiligten vorbereitet f\u00fcr herausgehobene Gottesdienste und <em>rites de passage<\/em>, die, wenn sie gut gemacht sind, sich als tr\u00f6stlich und hilfreich f\u00fcr viele erweisen.<\/mark><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns: 15% auto;\">\r\n<figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" class=\"wp-image-179 size-full\" src=\"https:\/\/liturgikblog.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/image003-2-768x1024.png\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/liturgikblog.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/image003-2-768x1024.png 768w, https:\/\/liturgikblog.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/image003-2-225x300.png 225w, https:\/\/liturgikblog.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/image003-2-202x270.png 202w, https:\/\/liturgikblog.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/image003-2.png 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\r\n<div class=\"wp-block-media-text__content\">\r\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-small-font-size wp-block-paragraph\">Prof. Dr. David Pl\u00fcss, lehrt Homiletik, Liturgik und Kirchentheorie an der Theologischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Bern und Co-Leiter des Kompetenzzentrums Liturgik.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-small-font-size wp-block-paragraph\">\u00a0<\/p>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn1\" class=\"ek-link\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Ablauf, Akteur:innen und Texte der gesamten Feierlichkeiten finden sich unter URL: <a class=\"ek-link\" href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/uk-62948934\">https:\/\/www.bbc.com\/news\/uk-62948934<\/a>.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn1\" class=\"ek-link\" href=\"#_ftnref1\">[2]<\/a> Victor Turner, Vom Ritual zum Theater. Der Ernst des menschlichen Spiels, Frankfurt\/New York 1989.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liturgie als stimmiges und telegenes Passageritual Das l\u00e4ngst totgesagte Ritual christlicher Liturgie erweist sich f\u00fcr einmal als quicklebendig und medienwirksam: Die Abdankungsfeier f\u00fcr die verstorbene Queen Elisabeth II wurde mit bis ins Einzelne durchkomponierten Gottesdiensten und Prozessionen begangen. 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